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ADS - oftmals unerkanntes leid

Hilfe bei ADS

ADHS - die Aufmerksamkeitsstörung mit Hyperaktivität ist bekannt und wir entwickeln sofort ein Bild, wie sich diese Kinder verhalten. Doch die ADS - die Aufmerksamkeitsstörung OHNE Hyperaktivität fällt oftmals "hinten - runter", sie wird nicht oder viel zu spät erkannt, da diese Kinder nicht durch Ihre "Zappeligkeit" unangenehm auffallen. Das Leid der Kinder und auch Erwachsenen mit ADS ist allerdings nicht weniger ausgeprägt als bei der ADHS.

Eine ADS zu diagnostizieren ist oftmals schwerer, als bei der ADHS und viele Kinder und auch Erwachsene leiden "still" vor sich hin - bzw in sich hinein...Die Probleme bei der ADS sind die ausgeprägten Schwächen der Konzentration, Leistungsfähigkeit, soziale Kompetenzen...Diese Menschen bekommen oft den Spitznamen "Träumerle", "Träumsuse", "Chaotenkind", doch sind sie intelligent, sehr sensibel und sie leiden...

ADHS und ADS beruhen auf neurologischen Besonderheiten und veränderten Wahrnehmungen, kognitiver Verarbeitung, emotionaler Verarbeitung und der daraus resultierenden veränderten Reaktion/Handlung. Die Veränderungen wirken sich im Frontalhirn aus in einigen in Verbindung stehenden Stammganglien. Spezielle bildgebende Verfahren konnten zeigen, dass bei den Betroffenen das Stirnhirn weniger arbeitet. Hinzu kommt noch eine Veränderung der Balance bestimmter Neurotransmitter wie Dopamin, Noradrenalin und Serotonin.

Bei ADS liegt ein Mangel an Dopamin, Serotonin und Noradrenalin im Synaptischen Spalt vor, was die unterschiedlichen "Auffälligkeiten" erklärt.

Dopamin

- zielgerichtete motorische Aktivitäten

- Feinmotorik

- Antrieb

Noradrenalin

- Aufmerksamkeit

- Antrieb

- Stimmung

- Angst

- Stressabbau

Serotonin

- Antrieb

- Angst

- Zwang

- Emotionen steuern können

- Impulskontrolle!!!

Frontalhirn

Im Frontalhirn sitzt die Konzentration, die Feinmotorik, Grobmotorik, das Verhalten kontrollieren/planen können, die Emotionen, auditive Wahrnehmung korrekt ausführen können. Durch den bereits erwähnten Mangel an bestimmten Neurotransmittern können die Betroffenen Gelerntes nicht behalten - alles wird ständig wieder vergessen...Diese Kinder vergessen Gelerntes von heute auf morgen, was viele Eltern zu der Annahme führt, das Kind "wolle nicht lernen"....

Hier erklärt sich auch die Tatsache, dass Verhalten und Impulse nicht kontrolliert und geplant werden können. Die Betroffenen haben Probleme, Reaktionen = Erfahrungen abzuspeichern, wieder aufzurufen und mit den jeweiligen Situationen abzugleichen, geschweige denn zu korrigieren und anzupassen.

Symptome bei ads

- Gelerntes wird von heute auf morgen vergessen

- kein Lernen aus Erfahrung - Strafen funktionieren einfach nicht

- das Gefühl, die Kinder hören nicht zu

- gesprochene Aufforderungen werden vergessen und nicht ausgeführt

- das Kind ist unkonzentriert

- Ängste und Schuldgefühle

- Denken und reagieren ist zu langsam

- starke und schnelle Stimmungsschwankungen

- schnell weinerlich oder schnell/stark aufbrausend

- Schwächen in der Feinmotorik

- Schwächen in der Grobmotorik

- "Wegträumen"

- Wahrnehmungsstörungen aller Art

- schnell gekränkt und ungeliebt fühlen

- stundenlanges Hausaufgaben machen

- Verweigerung von Hausaufgaben

- oft Magen/Kopfschmerzen

- Schulangst

- sehr still und brav

- schnell ängstlich

- die Sprache ist undeutlich und es lernt spät sprechen

- die Kinder spielen am liebsten alleine

- es malt und bastelt nicht gerne


ADS zeigt sich oft ....

Die Kinder sind sehr ruhig und fallen nicht auf. Als Kleinkind kann man sie oft stundenlang mit einer Sache beschäftigen, Sie sind pflegeleicht, "gut erziehbar", machen was man Ihnen sagt. Sie sind verträumt und können dem Unterricht nur sehr schwer folgen, vergessen Sie doch alles wieder und bekommen von dem Gesagten des Lehrers durch die oft vorhandene auditive Wahrnehmungsstörung nicht alles mit - Sie verstehen die Lehrkraft einfach nicht...Trotz guter oder hoher Intelligenz sitzen die Kinder stundenlang vor den Hausaufgaben, alles wird zu einer Qual und Sie erreichen oftmals das gesteckte Klassenziel nicht.

Es treten "Zusatzprobleme" wie Legasthenie oder Dyskalkulie auf, die Konzentration ist schlecht und das Selbstwertgefühl der Kinder sinkt auf 0.

Es sind Wahrnehmungsstörungen aller Art vorhanden, die das Leben und Verhalten der Kinder zusätzlich beeinträchtigen. Es können sich schnell Alpträume, Versagensängste, Schulangst und Lernstörungen einstellen. Das Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen der Kinder leidet extrem.

Mögliche Hilfen

Diese Kinder brauchen ebenso schnelle Hilfen, wie Kinder mit ADHS. Suchen Sie Ihren Kinderarzt auf und lassen Sie sich nicht abwimmeln mit "es wächst sich raus" - das tut es nämlich nicht!

Mögliche Bausteine der Hilfen für Eltern und Kinder

- Elterncoaching

- Elterntraining

- Strukturierung und Konsequenzen in der Kindererziehung

- Lerntherapie - Gedächtnis, Konzentration, Legasthenie/Dyskalkulie

- soziales Kompetenztraining

- Aufbau des Selbstvertrauens für Eltern UND Kinder

- Verhaltenstherapie

- ggf Medikamente - wenn alles andere ausgeschöpft ist und alleine nicht funktioniert.

Basics in der Kindererziehung bei ADHS und ADS