Coach - Conny

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Schuldgefühle und Essstörungen

Artikel Schuldgefühle bei Essstörungen und Übergewicht

Egal, ob bei Essstörungen wie Magersucht oder Bulimie oder bei Übergewicht mit einer versuchten Diät - die Schuldgefühle sind präsent und kontrollieren oftmals die Gedanken - und somit die Emotionen.

Egal, ob mehr gegessen wurde als "erlaubt" oder weniger, egal, ob "verbotene" Lebensmittel konsumiert wurden oder Gegenmaßnahmen ergriffen wurden - Betroffene fangen an mit sich zu Hadern und bestrafen sich mit Schuldgefühlen, die wiederum zu Essattacken und negativen GEdanken führen...

- "Ich habe versagt"
- "Ich bin nutzlos"
- "Andere schaffen das, nur ich nicht"
- "Nie kriege ich das hin"
- "Ich bin schuld, dass....."

Wenn wir so denken, fühlen wir uns schlecht, es entstehen viele negative Gedanken und ebenso viele negative Gefühle - wir entwickeln ein schlechtes GEwissen.
Schuldgefühle sind oftmals gleichzustellen mit Ärger über sich selber....Wir bewerten und zwar uns als Person und nicht einfach nur unser Verhalten - wir werden eins mit dem "Versagen"...

Wir bekommen also Schuldgefühle - ein schlechtes GEwissen, wenn wir etwas gemacht haben, was wir denken nicht machen zu dürfen oder wenn wir etwas nicht gemacht haben und denken, wir hätten machen müssen.

Machen Schuldgefühle Sinn? Können wir mit unserem Ärger und unseren Schuldgefühlen etwas an der bereits geschehenen Situation ändern? Nutz es uns etwas, wenn wir uns deswegen "nieder" machen und derart mit uns ins "Gericht" gehen?

Schuldgefühle sind sinnlos und hindern uns nicht daran, z.B im Bereich des essens in Zukunft anders zu handeln. 
In diesem Augenblick, in dem wir in unseren eigenen Augen versagt haben, handeln wir so, wie wir zu diesem Zeitpunkt handeln konnten!!! Hätten wir es besser gewusst und gekonnt, hätten wir es nämlich getan!!

Schuldgefühle erzeugen Druck, Anspannung, depressive Verstimmung und schlagen auf den Magen. Entweder greifen wir dann wieder zu Essbarem oder aber es schnürt uns den Magen zu - aber wir gewinnen nicht dadurch.

Schuldgefühle entstehen durch unseren eigenen Ärger auf uns selber! Die folgende Übung kann dir vielleicht helfen, deinen Ärger auf dich selber zu überdenken ...

Beispiel, wie du vorgehen kannst...

Nimm einen Zettel und schreib auf...

A= Situation: "ich habe eine Tüte Kekse gefunden und sie auf einmal aufgegessen. Ich konnte nicht aufhören und habe die Kontrolle verloren.

B = Denken/Fühlen: "Wie konnte ich nur?. Ich bin ekelhaft und stopfe alles in mich rein - das ist widerlich - ich bin widerlich"

C = körperliche Reaktion/Verhalten: Mir ist schlecht, ich bin wütend auf mich selber, ich bin traurig, aggressiv, deprimiert. 

Fragen dazu, die du dir ehrlich beantwortest - am Besten, wenn dein Ärger ETWAS abgeklungen ist.

"Bin ich wirklich ekelhaft und widerlich"?
"Ist es wahr, dass ich nicht hätte essen dürfen"?
"Habe ich tagsüber regelmäßig gegessen"?
"WAS ist denn vorher passiert? Hatte ich negative GEfühle, Stress..."?
"Ist es wahr, dass ich es nie schaffe aufzuhören"?
"Hätte ich in dieser Situation anders handeln können"?

Wenn du dir diese Fragen ehrlich beantwortest, kannst du deinen Blickwinkel auf diese Situation verändern und erkennen, dass du in diesem Moment nicht anders handeln konntest!

Wir Menschen sind immer sehr schnell, wenn es darum geht uns selber zu verurteilen und wir vergessen zu gerne, dass wir nur Menschen sind und keine Maschinen.

Sei liebevoll und verständnisvoll zu dir selber! "Ich habe gegessen und mehr gegessen als ich wollte, ok, aber ich arbeite daran, dieses VERHALTEN in den Griff zu bekommen und zu ändern".

Frage dich, WAS würdest du deiner Freundin sagen, wenn ihr das passiert wäre"...würdest du mit IHR genauso sprechen wie mit DIR selber...

Deine Conny

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