Coach - Conny

 



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wie entsteht Stress-Coach Conny

Unsere Stressmacher - wie entsteht Stress

Stress kann krank machen und hat immer individuelle Ursachen. Stress entsteht auf vielfältige Art und Weise und ist für jeden Menschen eine individuelle Sache - doch wie entsteht denn Stress? 

Stress entsteht nicht aus oder durch eine Situation an sich, Stress entsteht im Kopf – durch unsere Gedanken. Doch das Gefühl von Stress ist nicht einfach da, hierfür bedarf es vieler Reaktionen und dem Zusammenspiel bestimmter Körperregionen und Hormonen – den Machern.

Stress entsteht im Kopf und es existieren drei unterschiedliche „Stresstypen“

1.   Externaler Stress: wirken von außen auf den Körper ein – Kälte, Hitze, Lärm, Veränderungen

2.   Internaler Stress: wirken im Körper selber – Krankheiten, Schlafmangel, körperliche Kondition

3.   Psychologischer Stress: den machen wir uns selber – Perfektionismus, negative Gedanken, Treuer, unerfüllte Erwartungen. Diese entstehen durch die persönliche, individuelle, subjektive Wahrnehmung einer Situation.

Wie entsteht nun eine Stressreaktion in Körper, Geist und Seele

Die Sinneskanäle nehmen die Informationen auf – hören, sehen, fühlen, riechen, schmecken und leiten sie an die

Neokortex weiter. Dies ist ein Bereich des Gehirns, der alles analysiert, was an Informationen eintrifft, er wägt alle Informationen ab und vergleicht sie mit bereits vorhandenen Erfahrungen.

Das Limbische System – die Dreifaltigkeit – besteht aus

-      Amygdala – der Diva

-      Thalamus

-      Hypothalamus

Hier spielt sich alles ab, was mit Emotionen zu tun hat, ob wir das möchten oder nicht.

Der Thalamus entscheidet über wichtig und unwichtig. Er ist der „Türsteher“, an dem normalerweise nichts und niemand vorbeikommt.

Die Amygdala ist eine echte „Diva“, mit Allüren und „Nervenzusammenbrüchen“, sie macht die Panik, die Angst aber auch die Freude. Die Diva ist in der Lage, durch ihre „Gefühlsausbrüche“ den „Türsteher“ – den Thalamus, niederzustrecken und auszuschalten. Die Diva mischt bei jeder Entscheidung mit und koppelt jedes Erlebnis an ein Gefühl – leider entscheidet die Diva selbständig, ob sie die Erlebnisse an gute oder schlechte Gefühle koppelt.

Der Locus coeruleus ist die Produktionsstätte und die Auslieferungsfirma von Noradrenalin – einem Stresshormon.

Der Sympathikus ist eigentlich ein „Einzelgänger“ und arbeitet gern allein. Bei Stress allerdings arbeitet er mit dem Nebennierenmark zusammen und gibt hier den Ton an. Hier wird Noradrenalin und Adrenalin produziert.

Der Hypothalamus – Hypophysen – Nebennierenrinden – Achse spielt eine zentrale Rolle bei chronischem Stress. Der Hypothalamus tut sich mit der Hypophyse zusammen und veranlasst die Nebennierenrinde dazu, Unmengen an Cortisol zu produzieren. Leider meinen es Hypothalamus und Hypophyse manchmal zu gut, und lassen Cortisol produzieren, obwohl keines mehr benötigt wird. Dies führt dann zu einem ständig erhöhten Cortisolspiegel.

Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol sind Stresshormone, die immer dann zum Einsatz kommen, wenn wir eine Situation oder ein Ereignis als gefährlich, nicht behebbar, nicht machbar einschätzen. Das Adrenalin bereitet den Körper auf Flucht vor und lässt z. B den Blutdruck und den Blutzucker ansteigen und es kommt zu Herzklopfen/Herzrasen. Noradrenalin ist u. a die „Vorstufe“ vom Adrenalin. Das Cortisol spielt eine entscheidende Rolle, wenn wir unseren Stresspegel nicht senken können und in einen „Dauerstress“ verfallen. Cortisol an sich ist lebenswichtig – ohne Cortisol kein überleben. Cortisol übernimmt lebenswichtige Aufgaben und bereitet uns, zusammen mit Adrenalin auf eine Flucht oder einen Kampf vor. Leider passiert das auch, wenn wir uns über unseren Chef geärgert haben oder im Stau stehen und darüber wütend werden – also keine guten Voraussetzungen für einen Kampf. Bei Dauerstress allerdings wird ständig Cortisol produziert und der Körper kann nicht in einen entspannten Zustand „zurück fallen“. Dem Körper wird durch den dauerhaft erhöhten Cortisolspiegel vermittelt, dass eine Gefahr droht und er im Dauereinsatz ist. Hält der Stress nun weiter an, kann es zur Erschöpfung der Nebennieren führen, sie können nicht mehr ausreichend Cortisol produzieren und die eigentlich wichtigen Leistungen für den Körper sind nicht mehr gewährleistet.

Die „Macher“ einer Stressreaktion sind vielfältig und sie stehen alle in engem Kontakt zueinander. Entscheidend bei dieser Reaktion sind vor allem unsere Diva und der durch ständig vorhandenen Stress erhöhte Cortisolspiegel. 

Dieses "Stress - System" betrifft vor allem auch Eltern mit speziellen Kindern - diese Eltern leiden nachweislich an einem sehr hohen Stresspegel und rutschen nicht selten in eine Depression oder Burnout. Eltern spezieller Kinder, wie z.B ADHS, Autismus, Wahrnehmungungsstörungen, müssen sich fast täglich für Ihre Kinder und deren Verhalten rechtfertigen und sich selber auch. Sie sind Kommentaren ausgesetzt wie " Du kannst dein Kind nicht erziehen", "Du bist daran Schuld, dass dein Kind so ist", "Du bist erzeihungsunfähig"..und viele weitere Dinge. Diese Rechtfertigungen und Erklärungen sorgen mit den normalen, täglichen Herausforderungen und Sorgen dafür, dass die "Batterien" dieser Eltern auf kurz oder lang entleeren - die Eltern "brennen aus". Es ist hier absolut erforderlich, dass Eltern auf Ihre eigenen "Batterien" achten, sich Auszeiten gönnen und auf Ihre Gesundheit achten.

Ebenfalls hiervon betroffen sind Erwachsene mit AD(H)S. Die ADHS - typischen Symptome von Unruhe und Impulsivität ändern sich im Laufe der Jahre und "gehen nach innen" - innere Unruhe, Gefühl von getrieben sein, Hektik, Impulsivität und vieles mehr. Der Stresspegel von erwachsenen ADHS´lern ist ebenfalls nachweislich zu hoch, was wiederum dafür sorgt, dass die ADHS - Verhaltensweisen verstärkt werden und viele Betroffene sich förmlich "im Kreis" drehen.

Hier kann ein individuelles Coaching, was an genau diesen "Baustellen" ansetzt gute Dienste leisten. Die eigenen Stressmacher können erkannt werden und es kann ein gesunder, anderer Umgang mit Ihnen trainiert werden. Auch der Zusammenhang zwischen "Situation - Gedanke/Bewertung - Gefühl - Handlung" ist ein wichtiger Punkt, um die eigenen Stresskurven zu senken.